Der Schwarzstorch

Im blassen lichtdurchfluteten, dichten Wald singt ein Fluss. Hundertjährige Eichen strecken sich zum Himmel und kitzeln die seltenen vorbeiziehenden Wolken. Inmitten dieser azurblauen Weite segelt ein Stelzvogel mit Flügeln großer Spannweite. Ein Schwarzstorch. Dieser Vogel ist beeindruckend und prächtig. Er verliert langsam an Höhe und findet sein Nest wieder, das er sich diskret hier gebaut hat…

Der schwarze Hübsche

Der Schwarzstorch ist weniger bekannt als sein Verwandter, der Weißstorch. Er ist diskreter und scheuer. Während der Weißstorch oft in den Innenstädten und auf Hausdächern nistet, bevorzugt der Schwarzstorch verborgene und stille Wälder und meidet weitgehend die Nähe von menschlichen Siedlungen. Er baut ein Dutzend Meter  über dem Boden umfangreiche Baumnester, bevorzugend in feuchten Gebieten, wie Wasserläufe, Wasserflächen oder Sumpfgebiete. Er ernährt sich in der Tat hauptsächlich von Fröschen, Insekten und Fischen.

Wie der Weißstorch wandert der Schwarzstorch. Er verbringt die Hälfte des Jahres (von September bis März) in warmen Ländern. Er nutzt über die aufsteigenden warmen Aufwinde um nachts zu segeln und damit Energie zu sparen. Somit kann er 200 bis 300 km pro Tag auf seiner Migrationsreise zurücklegen!

In der Vergangenheit verfolgt, war der Schwarzstorch aus unseren Ländern verschwunden, aber er hat sich in den 70-80er Jahren wieder niedergelassen. Heutzutage ist er in der Wallonie, südlich der Maas-Sambre-Furche, gegenwärtig. 

Diskret und scheu

Sozialleben

Der Schwarzstorch ist eher Einzelgänger und lebt manchmal in Gruppen mit einer begrenzten Zahl. Die Brutzeit fängt ab der Rückwanderung, ab April bis Mai, an. Ein Vollgelege besteht am häufigsten aus drei bis fünf Eiern. Diese werden von beiden Elternteilen während 38 bis 42 Tagen bebrütet. Nach dem Schlüpfen würgen die Eltern im Nest Nahrung aus, die die jungen Küken aufpicken um sich zu ernähren. Die kleinen verlassen ihr Nest ab dem zweiten Monat. Bei ungenügendem Nahrungsangebot werden manchmal die schwächsten von den Eltern getötet. Die Verringerung der Brutgröße lässt die Überlenschancen der anderen Küken steigen.

Hätten Sie das gewusst?

In Belgien kann man die Zugscheiden der Schwarzstorchen beobachten. Um wärmeren Ländern in Afrika und Indien zu erreichen, überfliegen sie unseren Himmel ab Ende August bis Ende September.

Heutzutage ist ihr Lebensraum eingeschränkt wegen Entwaldung, Intensivlandwirtschaft und Naturzerstörung in seinen Überwinterungsgebieten eingeschränkt. 

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