Der Polarfuchs

Die schwarze Erde mischt sich unter den Nadeln von Koniferen, die wie Regen auf dem Wanderweg gefallen sind. Die mit holzigen Noten parfümierte Luft duftet die Lichtung. Es liegen überall Felsen, die Landschaft ist einfach gewaltig und außergewöhnlich. Das Tier ruht sich aus, es faulenzt auf einem verdrehten Baumstamm. Plötzlich erhebt es sich, springt, kreischt und trappelt fröhlich. Sein Fell streichelt unseren Blick. Einen Polarfuchs zu beobachten, ist sicher ein seltener Moment. 

Der Fuchs im hohen Norden

Vetter des Rotfuchses, hat der Polarfuchs ein dickeres und langhaariges Fell. Dank seines Felles ist der Polarfuchs sehr geeignet um in extremen Verhältnissen leben zu können, aber es hat ebenfalls ungewöhnlich gut wärmedämmende Eigenschaften. Der Polarfuchs  kann Temperaturen bis −50 °C überstehen. Beim Schlafen kann sein langer Schwanz seine Schnauze und Pfoten wie ein Schal bedecken. Die Unterseite seiner Pfoten ist mit Haaren bedeckt. Die Farbe seines Pelzes wechselt entsprechend den Jahreszeiten und dient als perfekte Tarnung.    

Der Polarfuchs hat viel Ausdauer. Er ist fähig, für seine Futtersuche hunderte Kilometer hinter sich zu legen. Manche sehr schlaue Exemplare unter ihnen folgen einfach dem dominierenden Raubtier der Gegend, wie der Polarbär z.B., um seine Nahrungsreste auszunutzen. Der Polarfuchs wurde für sein wunderschönes Fell erzogen und gejagt. Heutzutage, wegen der zunehmenden Erderwärmung, die hauptsächliche Gefährdung für ihn, dringen größere Rotfüchse in das bisherige nördliche Verbreitungsgebiet des Polarfuchses ein. Diese Eindringlinge könnten sich als potentielle Raubtiere für ihren Vetter erweisen.

Flexibel und schlau

Sozialleben

Polarfüchse leben in Familienrudeln auf einem gut definierten Gebiet. Die Fortpflanzung beginnt gegen März-April. Die monogamen Paare bilden sich für diesen Anlass. Die Füchslein kommen gegen Ende Mai, Anfang Juni zur Welt. Sie sind blind und öffnen die Augen erst nach zwölf Tagen. Gemeinsam beteiligen sich das Männchen und das Weibchen an der Aufzucht der Jungen.

Hätten Sie das gewusst?

Der Polarfuchs frisst alles, aber ist vorzugsweise ein Fleischfresser. Er frisst Nagetiere (Lemminge), Vögel, Eier, Beeren, manchmal Aas (von Eisbären hinterlassene Robbenreste, gelandete Wale).

Die Fähe (Muttertier) wirft einmal im Jahr bis elf Junge. Dies ist eine der höchsten Zahlen bei wildlebenden Säugetieren der Welt!

Sie leben in Bauen, die manchmal richtige unterirdische Netze bilden.

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